Zum Ende der Sozialdemokratie: Andrea Nahles

Lange genug hat der Abstieg der einstigen Arbeiterpartei gedauert. Nun ist die Talsohle der politischen Bedeutungslosigkeit also erreicht. Der lange Weg zur vollständigen Abkehr von allen sozialen, demokratischen und partei-programmatischen Werten ist also endlich geschafft! Willkommen bei Lobbyismus und Korruption. Willkommen im Club derer, die sich nichts scheißenm wenn sie von Parteispenden in den Nobelpuff gehen. Willkommen in einem Deutschland nach US-amerikanischem Vorbild, nur dass es Kacke ist. Willkommen auf der dunklen Seite der Macht.

Andrea Nahles und ihr Tarifeinheitsgesetz

Nicht nur, dass der lustige Dicke, der manchmal das Richtige sagt, oft das Richtige meint, aber nie das Richtige tut, die Kanzlerkandidatur an den Nagel hängt. Auch Andrea (Langstrumpf) Nahles steuert ihren unverschämt ignorant rückwärtsgerichteten und dermaßen unsozialen Beitrag bei. Die Rede ist natürlich vom VERFICKTEN Tarifeinheitsgesetz. Der Name schon der blanke Hohn. Also nichts anderem, als der politischen Entmachtung kleiner, wenig angreifbarer und damit natürlich schwer kontrollierbarer Gewerkschaften. So ist die Nummer mit der Tarifautonomie ja nun auch nicht gedacht.

Jetzt jammern gleich wieder alle: mimimi … tarifliche Autonomie und die Idee einer Arbeitnehmervertretung als starke Gruppe, die mit Arbeitgebern auf Augenhöhe verhandelt und die Arbeiterschaft so angemessen, anteilsmäßig und leistungsbezogen am unternehmerischen Wachstum beteiligt ist doch wichtig … mimimi … das ist doch eigentlich einer der zentralen Werte, die eine Arbeiterpartei schützen, unterstützen und protegieren sollte … mimimi … ist die SPD nicht sogar ursprünglich aus den Ambitionen sich solidarisierender Arbeiter entstanden … mimimi … die SPD macht jetzt ja nicht nur hinnehmende sondern sogar progressive Politik gegen ihre eigene Stammwählerschaft. Und da muss man sagen: Ja stimmt alles, aber drauf geschissen, Freunde.

Ist es nicht vielleicht FICK egal, was der DRECKSBÜRGER meint das ihm zustände? Der soll schön seine Fresse halten und froh sein, dass er durch die Agenda 2010 eine Grundsicherung hat! Ist doch selber schuld, der kleine FICKER, dass er damals dem Schrödi auf dem Leim gegangen ist. Und jetzt hat er den Salat.

Ob Frau Nahles doch Blumenkohl im Kopf hat …

Und Andrea Nahles, diese kleine, arrogante, dummdreiste, pseudoführsorgliche, blasierte, ignorante, lebensferne, unendlich unfähige, verräterische, prätentiöse und dabei nicht halb so clever, wie sie denkt, dass sie sei, seiende [hier bitte Schimpfwort einfügen] hat die bodenlose Unverschämtheit, im Interview zur Klage gegen ihr kapitalistisches HURENGESETZ wörtlich zu sagen:

Das Tarifeinheitsgesetz ist ein gutes Gesetz, weil es die Tarifautonomie in unserem Lande stärkt ]…]!

Den Satz aus dem Munde einer Ministerin mit rotem Parteibuch muss man sich wirklich auf der Zunge zergehen lassen: Ein Gesetz, das die Rechte von Arbeitnehmern – und dazu gehört einfach mal das VERFICKTE Recht einer Gewerkschaft beizutreten oder sogar eine zu gründen – so massiv beschneidet, dass es deutschen Arbeitgebern unterm Strich Interventionsmöglichkeiten einräumt, wie es sie zuletzt zu Zeiten der Einführung der Schaumweinsteuer gab, ist also genau deshalb gut, weil es die Tarifautonomie stärkt?!? Um das mal in die Sprache des Kapitals zu übersetzen: Weniger Wettbewerb unter den Gewerkschaften durch Zwangsintegration (nannte man das nicht mal Kartellbildung?) sorgt beim Managementziel, nämlich der maximalen Ausbeute in der Tarifrunde, für mehr Autonomie? Also mehr. Dann müsste doch umgekehrt auch derjenige Unternehmer, der weniger Interessenten und Kunden hat mehr absetzen. Ist doch logisch … je kleiner der Markt, desto höher die Absatzchancen. Also wirklich, was Dümmeres hat niemand je gehört (Melania Trump mal ausgenommen).

Aber jetzt hätten wir beinahe eine kausale Argumentationskette zum Mitdenken aufgezogen. Dabei sind wir doch in post- wenn nicht gar alternativfaktischen Zeiten. Und da darf sich jeder eine eigene Wahrheit machen. Hat die Nahles dazu nicht mal selber einen Beitrag geleistet?

Um wen es wirklich geht

Man muss sich eben mal klar machen, für wen die Nahles ihr kleines Gesetz zur Einschränkung von Arbeitnehmerrechten gebaut hat. Natürlich für die Arbeitgeber. Ist doch klar. Wenn die zukünftig nur noch mit einer Gewerkschaft verhandeln müssen, tun die sich leichter, an der richtigen Stelle zu schmieren. Und dann fällt auch der blöde Wettbewerb weg. Dann kommen die Vertreter gar nicht erst so oft angeschissen, und das entlastet die Kasse, weil die Leute gar keine Rechtsgrundlage für Streiks haben und stattdessen für die Firma keulen. Und das bedeutet: fette Provisionen für die Führungsetage! Und natürlich: Mehr verfügbares Kapital für wichtige Parteispenden, die wichtige Parteien für wichtigen Wahlkampf brauchen, um wichtige Leute, die im wichtigen EU-Parlament saßen, in wichtige nationale Positionen zu hieven, wo sie wichtige Dinge entscheiden können und ihren wichtigen Beitrag zum Ende der Welt leisten können. Dass die dann ihre großzügigen Spende nicht vergessen, wenn es mal wieder darum geht, dem Bürger noch mehr abzupressen, versteht sich.

Am Ende kann man nur hoffen, dass die Karlsruher Richter sich erneut als die bessere Legislative erweisen und den SCHWACHSINN stoppen. Dann scheitert Nahles‘ Prestigeprojekt und die Alte kann zurücktreten. Ist ja nicht so, dass dann nicht zufällig in sechs bis acht Monaten ein lukrativer Wirtschaftsjob auf sie wartet. Widerlicher als Frau Nahles geht es kaum, da können sich Gabriel und Schulz noch so viel Mühe geben. Danke für gar nichts, Andrea Nahles!

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