Warum der Bayer der bessere Mensch ist

Bayern

All ihr bemitleidenswerten Nicht-Bayern, seht es doch bitte endlich ein: Der Bayer ist nicht nur der bessere Deutsche, er ist auch der bessere Mensch. Was wie zynische Wut klingt, ist so offensichtlich, dass es eigentlich eine Schande ist, darüber einen Blogbeitrag schreiben zu müssen. Der Bayer hat nicht nur das beste Bier, das einzig wahre Abitur und den einzig wahren Glauben, der Bayer hat auch den absolut einwandfreien moralischen Kompass, den sich der bedauernswerte preußische Rest der Republik, der das gelobte Land von drei Seiten umschließt, nur wünschen kann.


Der Bayer heißt heuer (ja gang recht: HEUER) die Flüchtlinge der dritten Welt mit offenen Armen willkommen und gibt, was er geben kann. Bekanntermaßen eine Menge, denn dem Bayern geht es gut. Also so richtig gut. Und wenn auch die Maß auf dem Oktoberfest schlappe 11,80 kostet – für den Bayern ist das schon noch drin. Zähneknirschend, aber gehen muss es. Und eines ist ganz klar: Wenn sich nur alle Bundesländer so viel Mühe geben würden, so fleißig, arbeitsam und – wie gesagt – moralisch absolut unantastbar wären, wie es der Bayer nun mal von Natur aus ist, dann ginge es auch endlich bergauf mit unserer Republik.

Solange die anderen 15 Länder sich aber weigern, sich endlich ein Beispiel an bayerischer Gemütlichkeit zu nehmen, in ihren Technologiebetrieben das Weißbier ganz selbstverständlich zum Mittagessen zu reichen und einfach aufzuhören, so VERDAMMT unbayerisch zu sein, tja so lange bleibt es eben an den Bayern hängen. So lange müssen die Bayern das beste Bildungssystem, das beste Abitur, die besten Universitäten, das beste Essen, die beste Damenoberbekleidung, die besten Lederhosen, die besten Weißwürste, die besten Gamsbärte, die beste Maß und die beste Hax’n zur Verfügung stellen.

Bayer von Gottes Gnaden

Es heißt eben nicht umsonst BayerDeutscher durch Geburt, Bayer von Gottes Gnaden. Und solange mia samma mia noch nicht exportiert werden kann, muss der Bayer eben die deutschen Geschicke leiten. Müssen Bayern, mit ihrem mindestens doppelt so viel wert seienden Abitur an bayerischen Universitäten studieren und viermal so viel wert seiende Bachelor- und Masterabschlüsse machen. Da kann Europa behaupten was es will: Allein die Einstellung der Professoren an bayerischen Fakultäten genügt schon, bayerische Abschlüsse über den Rest der Republik, ach was sag ich, über den Rest der Welt zu erheben.

Dann kann man den Rest der Deutschen auch so regieren, wie es sich nach königlichem Vorbild gehört: Eine kleine, feine Elite, die sich zumindest untereinander halbwegs verständigen kann, herrscht mit Strauß‘scher Vetterlichkeit über das unterwürfige Volk all derer, die eben nicht das Glück hatten, im Schatten der Alpen das Licht der Welt zu erblicken. Manche sind eben geboren um zu herrschen, andere um beherrscht zu werden. So will es der Bayerngott.

Aber nichts mit Rassismus

Und mit Rassismus hat das Ganze gleich mal gar nichts zu tun. Denn Rassismus ist es immer nur dann, wen der andere entweder ein Neger, oder ein Brauner, oder ein Kinese ist. Wenn der andere aber einfach nur ein Preuße ist, ist das zwar bedauerlich, aber dem darf man, das heißt dem muss man sogar sagen, wie die Dinge sind, denn – und das ist der zweite ganz wichtige Punkt, wenn man ein verkappter DRECKSRASSIST ist – das machen alle. Zumindest alle Bayern, also alle die man so kennt und auf die es ankommt und deren Meinung zählt (also so richtig), und, weil der Bayer ja automatisch und durch Geburt unfehlbar ist, ist das dann in Ordnung. An dieser Stelle können sich alle Preußen ruhig mal entschuldigen. Los. Wir warten.

Bavariasierung

So lange, bis hier endlich mal der sprichwörtliche Ruck durch den Rest der Republik geht, die Ärmel hochgekrempelt werden und man die Bavariasierung der BRD ernsthaft angeht, bleibt es eben an den Bayern hängen.

Bayer

Das ist innerhalb Deutschlands eigentlich nichts anderes als mit den ganzen Dritte-Welt-Ländern: Die könnten ja, wenn sie nur wollten. Dass unser Geld da in den letzten 60 Jahren keine echte Verbesserung gebracht hat, liegt nämlich – das weiß jedes Kind – keineswegs an Korruption, einer weltwirtschaftlich strategisch notwendigen Schaffung von immer mehr Sklavenländern, die die Produkte für erste Welt möglichst billig produzieren oder daran, dass in diesen Ländern Krieg, Zerstörung, religiöse Verfolgung, Folter, Unmenschlichkeit, Bildungsnotstand, Strukturmangel, Agrarflächenmissbrauch, katastrophale hygienische Zustände, Kinderarbeit, nur rudimentäre rechtsstaatliche Strukturen und der Raubbau an der eigenen Kultur nach hundert Jahren Kolonisierung herrschen. Das liegt ganz einfach daran, dass die Neger alle stinkfaul sind – nicht so wie der Bayer. Das wird man ja wohl nochmal sagen dürfen.

Die – also die Neger und die Preußen – sollen sich mal ein Beispiel an Deutschland nehmen (HÄ?). Die Deutschen – also eigentlich die Bayern – sind nämlich ganz allein, und ohne irgendeine fremde Hilfe und ohne eigene Interessen meistbietend zu verscherbeln wieder auf die Füße gekommen (Marschallplan … Hüstel, Hüstel). Und wenn die ganzen Loserländer, einfach mal die EIER hätten, ein Nachbarland zu überfallen und 40 Jahre als strategisches Bollwerk (und Bauernopfer) gegen den Klassenfeind zu herzuhalten, ginge es da auch bergauf.

Genug GEKOTZT

Natürlich nehmen die Bayern Bayerdie Flüchtlinge auf, und natürlich kommen Kuscheltiere, Decken, Heißgetränke und Essensspenden am Münchner Hauptbahnhof von Herzen. Aber trotzdem gibt es diese ganz tief sitzende und furchtbar widerliche Doppelmoral: Wir helfen, aber nur wenn wir uns damit überlegen fühlen können. Wenn wir uns als Gutmenschen fühlen.

Das Problem mit der bayerischen Moral ist, dass sie das bayerisch-sein so sehr als kämpferisches Moment der eigenen Identität versteht, dass das zu einem latenten Rassismus führt, der nicht mal als solcher erkannt wird. Das bedeutet, die innerdeutsche Kluft kann niemals geschlossen werden, weil Bayern sich, wenn sie Preußen als gleichwertig betrachten, eigentlich nur am Riemen reißen, und Preußen das Gleiche tun, wenn sie sich in Bayern in Lederhose und Dirndl werfen. Soziale Mimikry sozusagen. Danke für gar nichts, FJS.

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